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Die größten Solarparks

Hier finden Sie eine Übersicht der größten Solarparks der Welt. Überall auf der Erde entstehen ehrgeizige Projekte und jedes Jahr werden zahlreiche Solarkraftwerke fertiggestellt. Dabei haben die Betreiber nicht selten mit politischen Problemen zu kämpfen. In einigen Ländern dauert es Jahre, bis die Investoren Baugenehmigungen erhalten und nicht alle Länder fördern den grünen Strom. Aber auch aus der Perspektive der Umwelt müssen neu Wege eingeschlagen werden. So wehren sich Umweltschützer gegen die Rodung von Wäldern, um eine entsprechende Freifläche für den Bau eines Solarparks zu erhalten. Die Betreiber pflanzen deshalb an anderen Stellen Wälder und siedeln Tiere und Baumbestand um. Es gibt eine Vielzahl von Projekten und alle zusammen ersetzen mehrere Atomkraftwerke. Der eingesparte CO2-Ausstoß ist auch nicht von der Hand zu weisen. In diesem Artikel versuchen wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die neusten, leistungsstärksten und modernsten Solarkraftwerke zu geben. Um mehr Informationen über das Leuchtturmprojekt Desertec zu erhalten, klicken Sie bitte hier.

1. Andasol (Spanien); 2. Antelope Valley (USA); 3. Lieberose (Deutschland); 4. Meuro (Deutschland); 5. Nzema (Ghana); 6. OneGiga (Serbien); 7. Perovo (Ukraine); 8. Sarnia (Kanada); 9. Senftenberg II/III (Deutschland); 10. Tomakomai (Japan)

Fakten zu Solarparks

Infografik: Interessante Fakten zu Solarparks weltweit. Bildquelle: Energienpoint.de

Parabolrinnenkraftwerk Andasol 1,2 & 3

Der Solarthermie-Komplex Andasol besteht aus drei nahezu baugleichen Parabolrinnenkraftwerken. Der Komplex befindet sich in der Nähe der spanischen Stadt Granada. Andasol 1 und 2 gingen 2008, bzw. 2009 ans Netz und wurden von einer Tochtergesellschaft der seit 2011 insolventen Solar Millennium AG geplant und gebaut. An Andasol 3 waren neben Solar Millennium auch noch RWE Innogy, RheinEnergie, Ferrostall und die Stadtwerke München beteiligt. Im September 2011 wurde das dritte Parabolrinnenkraftwerk eingeweiht.

Jedes der drei Kraftwerke verfügt über 209.664 Parabolspiegel, 22.464 Absorberröhren und 624 Sonnensensoren. Die Kollektorfläche aller drei Anlagen ist 1,5 Millionen Quadratmeter groß. Mit einer Gesamtleistung von 150 Megawatt können eine halbe Million Menschen mit Strom versorgt werden.

Der Vorteil eines Parabolrinnenkraftwerks liegt darin, dass die Energie gespeichert werden kann. Ein voller Speicher bei Andasol 1 und 2 kann die Turbine noch 7,5 Stunden ohne Sonneneinstrahlung weiter betreiben. Bei Andasol 3 sind es sogar acht Stunden. Somit kann auch bei schlechtem Wetter und in der Nacht Strom erzeugt werden. Pro Jahr werden 870.000 Kubikmeter Wasser zur Kühlung des Dampfes benötigt. Der Wasserbedarf wird aus dem Grundwasser gedeckt. 

Jedes der drei Kraftwerke kostete ungefähr 300 Millionen Euro. Die Europäische Union steuerte bei Andasol 1 fünf Millionen Euro an Fördermittel zu. Insgesamt werden jährlich durch den Betrieb der drei Anlagen 450.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Lebensdauer jeder Anlage liegt bei mindestens 40 Jahren. Der theoretische jährliche Wirkungsgrad liegt bei 50 Prozent. Der Spitzenwirkungsgrad beträgt 70 Prozent.

Solarpark Antelope Valley

Das Solarprojekt Antelope Valley  (Projektname: Solar Ranch One) entsteht in den USA, im Bundesstaat Kalifornien und soll 2015 ans Netz gehen. Er ist bis dato mit einer Leistung von 579 Megawatt der größte genehmigte Solarpark der Welt. Antelope Valley wird später ein kleines Kohlekraftwerk von der Leistung ersetzen können. Kalifornien möchte bis 2050 die Treibhausgasemission um 80 Prozent reduzieren. Das Vorhaben soll über den CO2-Zertifikatehandel und Solarprojekte wie Antelope Valley umgesetzt werden.

Vier Jahre lang hat SunPower das Projekt entwickelt, bis es an eine Beteiligung aus dem Portfolio von Berkshire Hathaway verkauft wurde.  Den Zuschlag bekam MidAmerican Solar. Berkshire Hathaway-Chef und lebende Investmentlegende Warren Buffet sorgte mit diesem Deal für reichlich Aufmerksamkeit. Das “Orakel von Omaha” kaufte bereits 2011 einen Solarpark von First Solar in Kalifornien. Damit stärkt er das Kerngeschäft der MidAmerican Solar und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in den USA. Künftig wird der Stromkonzern Southern California Edison den produzierten Strom des Mamut-Projekts Antelope Valley abnehmen. Buffet beschert der Deal konstante Einnahmen und das Investment tätigte er genau im richtigen Augenblick: Als die Solarbranche durch Überkapazitäten eine Insolvenz nach der anderen hervorbrachte. SunPower gehört mehrheitlich dem Energiekonzern Total. Das Unternehmen dürfte sich durch den Deal der aktuellen Krisenstimmung der Branche entziehen. Der zu erwartende Cash Flow wird die Bonität von SunPower deutlich steigern. Berkshire Hathaway besitzt Anteile an Coca Cola, Kraft Foods und der Münchener Rück. Seit der Jahrtausendwende 2000 gehört MidAmerican ebenfalls zum Beteiligungsgeflecht von Warren Buffet.

Solarpark Lieberose

Das Solarkraftwerk Lieberose wurde auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Brandenburg in der Nähe von Cottbus errichtet. Es ist eines der größten Solarkraftwerke in Deutschland und ist in etwa so groß wie 210 Fußballfelder. Mit einer Leistung von 53 Megawatt können 15.000 Einfamilienhäuser oder 50.000 Einwohner mit Strom versorgt werden. Die Ausbeute ist allerdings angesichts der Größe eher bescheiden. Ein modernes Atomkraftwerk besitzt eine Leistung von1.000 MW oder ein Steinkohlkraftwerk kann mit einer Leistung von 700 Megawatt aufwarten. Bei letzterem wird die Umwelt stark beschädigt, denn die Kohle muss zum Beispiel im Tagebau abgebaut werden. Die Rekultivierung eines Tagebaus dauert Jahre und ist sehr kostenintensiv. 

Projektentwickler ist juwi und Modulbauer war First Solar. Das Unternehmen ließ vor einigen Tagen verlauten, dass es das Werk in Frankfurt schließen werde.  Damit reagiert First Solar auf den Preisverfall in der Branche. Das Unternehmen lieferte 700.000 Dünnschichtmodule. Experten gehen davon aus, dass durch die Inbetriebnahme des Solarkraftwerks jährlich 35.000 Tonnen an CO2 eingespart werden können. Der Strom wird ins Netz von envia eingespeist und mit 0,3194 Euro pro kWh vergütet, dieser Wert liegt deutlich über den durchschnittlichen Handelswert für elektrischen Strom.

Umweltschützer kritisieren das Projekt, denn auf dem 160 Hektar großen Areal werden viele Tierarten verdrängt. Die Betreiber sehen deshalb eine Lebensdauer von 20 Jahren für Lieberose vor. Abschließend soll die Fläche zum Naturschutzgebiet werden.

Solarpark Meuro

Bis noch vor einigen Jahren war Lieberose das größte Solarkraftwerk in Deutschland. Das Solarprojekt auf dem Areal des ehemaligen Braunkohletagebaus Meuro in Südbrandenburg hat Lieberose in Bezug auf die Solarleistung abgelöst. Bis 1999 wurden im Tagebau Meuro 300 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Projektentwickler sind GP-Joule und das Berliner Unternehmen unlimited energy.

Mit einer Investitionssumme von 140 Millionen Euro ist das Projekt 20 Millionen günstiger als Lieberose gewesen. Die Kredite wurden durch die HSH-Nordbank vergeben. Die Leistung ist bei niedrigeren Kosten allerdings um fast 20 Megawatt höher. Insgesamt hat Meuro eine Leistung von 70 Megawatt und kann damit 17.500 Haushalte oder 70.000 Menschen mit Strom versorgen. Die Solarmodule stehen auf einer Fläche von 150 Hektar und das entspricht einer Größe von 220 Fußballfeldern.

Meuro wurde 2012 zum besten Solar-Projekt des Jahres gekürt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Unterkonstruktion für die Module wurde in nur acht Wochen montiert. Jede Woche wurden dabei mehr als 10 Kilometer montiert. Die Module wurden ebenfalls in Rekordzeit angebracht. Insgesamt besteht der Park aus 300.000 Modulen und 2.555 Wechselrichtern. Möglich wurde das alles nur durch eine straffe und perfekte Organisation und durch ausgereifte Technik und reichlich Manpower. 148.000 Solarmodule konnten in 12 Wochen montiert werden. 

Jährlich spart das Solarprojekt 52.000 Tonnen CO2 ein und hilft damit deutlich den jährlichen Ausstoß an CO2 zu minimieren.

Solarpark Nzema

In Nzema (Ghana) soll bis 2015 einer der größten Solarparks der Welt entstehen. Es werden 630.000 Solarmodule verbaut, welche zusammen eine Leistung von 155 Megawatt erreichen sollen. Verantwortlich für das Projekt ist das britische Unternehmen Blue Energy. Kontrolliert wird das Unternehmen vom Investmentfonds Stadium Group. Kosten wird das Projekt umgerechnet 306 Millionen Euro.

Die Stromversorgung ist in Ghana relativ schlecht und das obwohl die Regierung ein jährliches Wirtschaftswachstum von acht Prozent anstrebt. In einigen Städten wird nach einem definierten Plan um eine bestimmte Uhrzeit der Strom abgestellt. Nur so kann gewährleistet werden, dass das komplette Netz nicht zusammenbricht. Jährlich wächst die Nachfrage nach Strom in Ghana um 15 Prozent.  Auf einer Grundfläche von 183 Hektar soll der Solarpark entstehen. Dabei wurde bewusst auf Parabolrinnenkraftwerke verzichtet, da in Ghana an 100 Tagen im Jahr der Himmel mit Wolken bedeckt ist. Photovoltaik-Module erzeugen aber bei diffusem Licht trotzdem Strom. Die Regierung möchte die Verhältnisse des Landes verbessern und hat deshalb ein weitgefächertes Förderprogramm aufgelegt. Aktuell werden ein Prozent vom Gesamtstrom durch erneuerbare Energien gedeckt. Bis 2020 sollen es zehn Prozent werden. Zahlreiche Schulen und andere öffentliche Gebäude wurden bereits mit Solarmodulen ausgestattet. Alternative Energien wie die Biomasse spielen für Ghana keine Rolle, da dafür einfach die nötigen Ressourcen fehlen.

Der Standort des Solarparks befindet sich in der Nähe des Hafens von Takoradi. Die Baumaterialien könnten bequem mit dem Schiff verschickt werden. Blue Energy erhält für 20 Jahre eine Einspeisevergütung von der Regierung Ghanas. Sollten sich genug Investoren finden, wird das Projekt einen wichtigen Teil zur Energiewende in Ghana beitragen.

Solarpark OneGiga

In Serbien wird voraussichtlich Ende 2015 das Projekt „OneGiga“ ans Netz gehen. Das Projekt kostet 1,75 Milliarden Euro und soll einen Gigawatt Strom aus 100 Zehn-Megawatt-Einheiten produzieren. Zu der Investitionssumme von knapp zwei Milliarden Euro müssen noch die Steuern hinzugerechnet werden. Leiten und entwickeln wird OneGiga die luxemburgische Securum Equity Partners & Associates. Für die Materialbeschaffung und dem Bau der Anlage wird die italienische MX Group SpA beauftragt. Serbien hat das Projekt bereits freigegeben.

OneGiga soll auf einer Fläche von 3.000 Hektar entstehen. Gebaut wird im Süden des Landes, da dort die Bedingungen am besten seien. Der Solarpark wird nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen errichtet, sondern in der Nähe von Hochspannungsleitungen.

Momentan bekunden über 30 Investoren Interesse an dem Projekt und für den Bau der Anlage werden extra Produktionshallen errichtet. OneGiga schafft bis zur Fertigstellung 500 Jobs. Anschließend werden 120 Personen mit dem Betrieb von One Giga beschäftigt sein. Der Strom wird an die Enerxia Energy verkauft.

Dieses Mammut-Projekt wäre einzigartig auf der Welt und könnte ein komplettes Atomkraftwerk ersetzen.

Solarpark Perovo

Perovo liegt auf der sonnigen Halbinsel Krim in der Ukraine und der dort errichtete Solarpark gehört mit einer Nennleistung von 100 Megawatt zu den größten Solarparks Europas. Seit einigen Jahren konzentriert sich die Ukraine auf den Bau von Solarkraftwerken. Für die Unternehmen werden solche Projekte durch Unternehmens- und Mehrwertsteuerbefreiung für bestimmte Importe schmackhaft gemacht. Eine 75-prozentige Befreiung von der Grundsteuer soll ebenfalls Investoren in die Ukraine locken. Mit Erfolg, denn bis noch vor wenigen Jahren verfügte das Land über eine installierte Leistung von sieben Megawatt. Mittlerweile wurden in der Ukraine viele Solarparks gebaut und jährlich werden es mehr. Das osteuropäische Land ist Netto-Stromexporteur, allerdings wird der meiste Strom durch die Verbrennung importierter Brennstoffe wie zum Beispiel Erdgas erzeugt. Einige Atomkraftwerke des Landes, womit die Hälfte des benötigten Stroms produziert wird sind veraltet und mündeten 1986 sogar in die Atomkatastrophe von Tschernobyl. Die Bemühungen der Ukraine sind dennoch sehr lobenswert, denn andere Staaten bemühen sich nur die Wirtschaftliche Entwicklung voranzubringen, während die Ukraine ein ernsthaftes Interesse daran hat, die Treibhausgas-Emissionen zu senken. Ernst & Young führt ein Attraktivitäts-Index für erneuerbare Energien und für die Nutzung von Solarparks. Demnach belegt das Land den Rang 32 bei erneuerbaren Energien und Rang 23 bei Solar-Technologie. Würde die Halbinsel Krim alleine bewertet werden, würde das Ranking wohl deutlich besser ausfallen, denn die Strahlungsbedingungen ähneln denen Italiens und Spaniens. Zwischen 1.200 und 1.400 Kilowattstunden pro Quadratmeter an jährlicher Sonneneinstrahlung gibt es dort und damit besitzt die Krim die höchste Sonneneinstrahlung in der Ukraine. Der Standort Krim hat aber noch einen entscheidenden Vorteil für die Region selbst: Es muss weniger Strom vom Festland auf die Insel transportiert werden. Experten gehen davon aus, dass 90 Prozent des Strombedarfs vom Festland importiert werden und dabei sollen 40 Prozent des Stroms verloren gehen. Eine Erneuerung der Leitungen wäre angesichts solcher Zahlen dringend anzuraten.

Verantwortlich würd das Projekt in Perovo ist Activ Solar und bevor der Bau losging, errichtete das Unternehmen in Rodnikovoye ein 7,5 MW Solarkraftwerk. Die Finanzierung des Projektes übernahm Activ Solar selbst und bewies damit, dass es in der Lage ist, solche Großprojekte ohne weiteres zu realisieren. Wie bei allen Projekten müssen zu Beginn Genehmigungen bei den staatlichen Behörden eingeholt werden. Das ging sehr viel unkomplizierter und schneller als erwartet und schon im Jahr  2011 erhielt Activ Solar den Pachtvertrag für das Grundstück in Perovo. In den USA hätte es Jahre gedauert und in der Ukraine ging das innerhalb von wenigen Monaten über die Bühne. Das Unternehmen stand anschließend aber vor anderen Problemen, denn es war nicht einfach in dem Land qualifizierte Arbeitsplätze zu finden. Die Solarbranche war zu diesem Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen und eine entsprechende Infrastruktur musste sich erst bilden und entwickeln. Der Ablauf wurde auch maßgeblich vom Zoll gestört, denn dieser konnte an den Grenzen teilweise nur 50 LKWs täglich abfertigen. An einem Tag kamen aber teilweise über 70 LKWs mit Teilen für den Solarpark. 

In Perovo wurden insgesamt auf einer Fläche von 200 Hektar 455.532 Module (25 % monokristalline und 75 % polykristalline Module) und 120 deutsche Wechselrichter-Stationen verbaut. Außerdem wurden 1.500 Kilometer Kabel verlegt. Im Dezember 2011 wurde das Projekt fertiggestellt und spart nun jährlich 107.069 Tonnen CO2 ein. Künftig kann damit der Strombedarf von 22.000 Haushalten gedeckt werden. In der sieben Monaten andauernden Bauzeit konnten 800 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 300 Millionen Euro. Gemeinsam mit dem Nachbarpark in Ohotnikovo, welcher im Oktober 2011 ans Netz ging und eine Leistung von 80 Megawatt besitzt, haben beide Parks eine Gesamtleistung von 180 Megawatt.

Solarpark Sarnia

Die Stadt Sarnia befindet sich im Bundesstaat Ontario in Kanada. Wie schon 1858, als in der Region der erste Ölbohrturm Nordamerikas errichtet wurde, ist in Sarnia der größte Solarpark Kanadas entstanden [Stand: 2013]. Der Park gehört dem Öl- und Gasmulti Enbridge Inc. und entstand in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Solarbauer First-Solar.

Auf einem Gelände von 440 Hektar montierten 800 Mitarbeiter insgesamt 1.300.000 Module. Konkret wurden die Cadmiumtellurid-Module FS-272, 275 und 277 von First Solar mit einer Leistung pro Modul von 75 Watt verbaut. Das Abmaß pro Modul lautet 0,6 mal 1,2 Meter. Montiert wurden die Panels mit einem Neigungswinkel von 25 Grad. Die Sonneneinstrahlung an diesem Ort entspricht der einer Stadt aus Süddeutschland. Mit einer Leistung von 80 Megawatt können insgesamt 12.800 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Das Projekt wurde nicht an einem Stück entwickelt und gebaut, sondern gliederte sich in mehrere Bauphasen. Die Firma OptiSolar errichtete als erstes auf dem Gelände ein Solarkraftwerk mit einer Nennleistung von 1,5 MW. Der Park war mit amorphen Silizium-Modulen ausgestattet, welche einen geringen Wirkungsgrad haben, dafür aber günstig in der Herstellung sind. First Solar kaufte den Solarpark und übernahm die Entwicklungsabteilung von OptiSolar. Im ersten Schritt wurden die Module des Kraftwerks demontiert und ein neues 20 Megawatt starkes Kraftwerk gebaut. Der Bauabschnitt wurde im Dezember 2009 fertiggestellt. Anschließend wurde mit dem zweiten Abschnitt begonnen. Im September 2010 ging das Solarkraftwerk Sarnia mit einer Leistung von 80 Megawatt ans Netz. Der Bau des Solarparks erwies sich teilweise als sehr schwierig, denn der Boden aus Lehm und die ständigen Regenfälle verzögerten die Arbeiten. 

Eigentümer der Anlage ist weiterhin Enbridge und betrieben und gewartet wird Sarnia von First Solar. Der Strom wird über 20 Jahre in das Netz der Ontario Power Authority eingespeist. Der Ausbau von 20 auf 80 MW kostete 193 Millionen Euro. Der Bau der ersten 20 MW kostete 65 Millionen Euro. Pro Jahr spart die Anlag 39.000 Tonnen CO2 ein.

Solarpark Senftenberg II/III

Gemeinsam mit dem Solarpark Meuro bilden Senftenberg II/III einen Anlagenkomplex mit einer Gesamtleistung von 148 MW. Senftenberg II/III stellen mit 78 Megawatt die größere der beiden Anlagen dar.  Entwickelt wurde das Projekt von der saferay GmbH und der Berliner unlimited energy GmbH. Damit steigt Brandenburg zum besten Bundesland für erneuerbare Energien auf und erhielt dafür schon zahlreiche Auszeichnungen. Brandenburg selbst hält die Errichtung von Solarkraftwerken auf Flächen ehemaliger Tagebaue oder militärisch genutzten Arealen für beispielgebend.

Das Vorhaben wurde in nur drei Monaten auf einer Fläche von 200 ha umgesetzt. Dabei wurden 330.000 kristalline Solarmodule des Unternehmens Canadian Solar und 62 Zentralwechselrichter verbaut. Die Kosten für die Solaranlage beliefen sich auf 150 Millionen Euro und finanziert wurde das Projekt über drei deutsche Banken. Die Firma saferay ist mit zwei Dritteln Mehrheitseigner an Senftenberg II/III. 

Der Naturschutz spielte bei der Realisierung des Projektes eine große Rolle. Für die Feldlerche wurde außerhalb der Anlage eine Ausgleichsfläche von 24 ha geschaffen. 

Solarpark Tomakomai

Im Jahr 2013 wird laut einer veröffentlichen Studie von IMS Research der japanische Solarmarkt um 120 Prozent wachsen. Es werden mehr als fünf Gigawatt neu installiert. Eines der Prestigeprojekte ist das Solarkraftwerk in Tomakomai auf der Halbinsel Hokkaido. Das Projekt soll 2015 fertiggestellt werden und wird von der SB Energy Group, einem Tochterunternehmen der Softbank geplant und realisiert. Wie viel Megawatt die Anlage produzieren soll, ist noch unklar, denn das hängt maßgeblich von den neuen Gesetzen Japans zur Energiewende ab. Darin möchte die Regierung einen Mindestpreis für eingespeisten Strom festlegen. Sollte der Preis über den Erwartungen liegen, wird das Kraftwerk so geplant werden, dass es 200 Megawatt sauberen Strom produzieren kann.

Die Grundfläche des Parks beträgt 480 Hektar. Künftig sollen 100.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Softbank ist in Japan als Telekommunikationsunternehmen bekannt. In anderen Städten plant die Softbank bereits weitere kleinere Parks zu errichten. Der Energiewende kommt in Japan wahrscheinlich einer viel wichtigeren Rolle zu, als anderswo auf der Welt. Die Katastrophe von Fukushima hat das Land stigmatisiert und zu einer globalen Atomdebatte geführt. Es findet in Japan ein radikales Umdenken statt und immer mehr Investoren bekennen sich zu den erneuerbaren Energien und kehren dem Atomzeitalter den Rücken. 

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Stand: 2012/2013