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Branchenreport Windenergie

In den letzten 10 Jahren hat sich die Windenergiebranche in Bezug auf die installierte Leistung verzehnfacht. Die Dynamik des Wachstums gipfelte im Rekordjahr 2011 mit einer Neuinstallation von 41,2 Gigawatt. Ein Jahr zuvor wurden 38,8 GW neu installiert. Der Zubau in 2009 belief sich auf 38,6 Gigawatt. Experten gehen für 2013 von einer Stagnation der Zuwächse aus. In Europa werden die Neuinstallationen bei 10 Gigawatt und in Nordamerika bei 8 Gigawatt verharren. In China möchte die Regierung den Zubau drosseln, um den „Wildwuchs“ der Windanlagen zu begrenzen. 

Trotzdem ist das Geschäft mit den Windkraftanlagen ein profitables, was dazu führte, dass sich binnen weniger Jahre viele neue Unternehmen in diesem Segment etablierten. Alleine in Deutschland schaffte der Sektor Offshore 10.000 Arbeitsplätze. Einigen Landwirten spülen die Windkraftanlagen auf den verpachteten Feldern ein ordentliches Sümmchen in die Kassen. Ein Windrad kann dem Landwirt jährlich bis zu 90.000 Euro einbringen, abhängig von der Lage.

Die staatlichen Förderprogramme einiger Länder laufen in den nächsten Jahren aus, was im Zusammenhang mit den vielen neuen Unternehmen für Preisdruck und Überkapazitäten sorgte. Die Lage soll sich 2013 allerdings wieder stabilisieren. Im Windenergie-Branchenreport versuche ich verschiedenen Firmen zu porträtieren und ein Abbild der Branche zu zeichnen.

Bildstrecke über Windanlagen

 

         

BP: Kampf gegen ein angeschlagenes Image

Der Energieriese BP hat die Ölkatastrophe 2010 im Golf von Mexiko zu verantworten und kämpft seitdem mit seinem angeschlagenen Image. Der Untergang der Öl-Plattform Deepwater Horizon bescherte dem Öl-Multi Milliarden US-Dollar an Verlusten. Im November 2012 akzeptierte der Konzern die durch das US-Justizministerium auferlegte Zahlung in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar und bildete Rücklagen in Höhe von 38,1 Milliarden US-Dollar. Nun möchte sich BP von einigen Geschäftsteilen trennen und somit Erlöse von 38 Milliarden US-Dollar erzielen. Die Windenergie-Sparte soll 1,5 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen. Der Unternehmensteil für erneuerbare Energien erhielt seit 2005 jährlich lediglich 1/20 der Gesamtinvestitionen von 20 Milliarden US-Dollar. In den USA ist BP der größte Betreiber von Windrädern.

China Longyuan Power: Erfolgreich gegen die Krise

Die chinesische Tochtergesellschaft China Longyuan wurde im Januar 1993 von der Muttergesellschaft China Guodian gegründet. Im Dezember 2009 ging China Longyuan Power an die Hongkonger-Börse zum Preis von 8,16 HongKong Dollar pro Anteilsschein. Der Windparkbetreiber gehört zu den größten Unternehmen in der Branche. Im Jahr 2008 stammten 24 Prozent der installierten Leistung  von Longyuan. Ermöglichen tun das die mehr als 6.000 Mitarbeiter.

Im Krisenjahr 2011 konnte das Unternehmen den Nettogewinn um 0,6 Prozent auf 417 Millionen US-Dollar steigern. Damit stellt sich das Unternehmen gegen den Abwärtstrend in der Branche. Die Aufträge dürften in Zukunft aus China auch nicht wegbrechen, da die Muttergesellschaft eine Beteiligung des Chinesischen Staates darstellt. Ein Jahr später hat der chinesische Staatsfonds CIC seine Beteiligung allerdings vermindert. Die Gewinnprognose für 2014 wurde zuletzt durch das Management nach unten revidiert.

Enercon: Familienunternehmen auf der Überholspur

Im Jahre 1984 wurde das Familienunternehmen Enercon gegründet und heute zählt es zu den größten deutschen Windkraftanlagen-Herstellern. Im Gegensatz zu einigen anderen Unternehmen aus der Branche kann sich Enercon im Kampf um Marktanteile und Aufträge behaupten. Laut BTM Consult lag der Marktanteil 2012 bei 8,2 Prozent. In Deutschland ergriff Enercon mit einem Marktanteil von 56,8 Prozent die Marktführerschaft, noch vor Vestas und Nordex. Im internationalen Ranking ging es somit von Platz fünf in 2011 auf Platz vier in 2012. 

Während Vestas und Co Fabriken verkaufen, eröffnet Enercon zwei neue Produktionsstätten für Rotorblätter aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Im Jahr 2012 erwirtschaftete, dass Familien geführte Unternehmen einen Rekordumsatz von 3,9 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg von 470 Millionen Euro in 2011 auf 600 Millionen Euro in 2012. Insgesamt baute Enercon 2012 1.650 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,5 Gigawatt. Für 2013 rechnet das Management mit einer installierten Leistung zwischen 3,3 und 3,6 Gigawatt. Den größten Teil des Umsatzes macht Enercon mit einem Anteil von 60 Prozent im Ausland. Der wichtigste Absatzmarkt bleibt jedoch weiterhin Deutschland.

Die Ostfriesen beschäftigen zwischen 16.000 und 17.000 Menschen und sind das zwölftgrößte Unternehmen im Bundesland Niedersachsen. 

Gamesa: Bis 2015 wieder profitabel werden

Das spanische Unternehmen Gamesa ist sowohl in der Windenergie- als auch in der Solarbranche tätig. Gamesa deckt dabei den kompletten Wertschöpfungsprozess ab: Vom Design bis hin zur Installation und Instandhaltung einer Windkraftanlage bieten die Spanier alles an. Das Unternehmen hat sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Bereich Erfahrung gesammelt. In Deutschland agiert Gamesa mit der Tochtergesellschaft Gamesa Energie Deutschland GmbH mit Sitz in Oldenburg.

Im Geschäftsbericht von Gamesa wurde für das Jahr 2012 ein Verlust von 640 Millionen Euro ausgewiesen. Das Ziel von 2.000 Megawatt neuinstallierter Leistung konnte leicht übertroffen werden. Im Kampf gegen die Überkapazitäten wurde ein Strategiepapier erstellt, welches bis 2015 die Kosten senken und das Unternehmen wettbewerbsfähiger machen soll.  Außerdem sollen die Schulden verringert und einige der 845 Mitarbeiter in Spanien gekündigt werden. 

Der Marktanteil lag 2011 laut IHS bei acht Prozent. Bereits ein Jahr später schrumpfte der Anteil auf 6,1 Prozent. Gamesa ist das einzige spanische Unternehmen in der Top-Ten-Liste der größten Windturbinenbauer. Spanien zählt nach Deutschland zum größten Markt für Windkraftanlagen.

GE Energy: Der stille Marktführer

GE Energy gehört zum Mischkonzern General Electric und befindet sich laut einer Studie von Bloomberg New Energy Finance auf den ersten Platz mit 11,8 Prozent im Ranking um die größten Windanlagenbauer. Das Unternehmen wurde im Mai 2002 gegründet und hat seine europäische Hauptniederlassung in Salzbergen. Dort beschäftigt GE Energy rund 1.000 Angestellte von weltweit über 3.200 Mitarbeitern. GE Energy ist ein Bestandteil der Energie-Sparte von General Electric. Die Sparte greift auf einen Mitarbeiterpool von 90.000 Menschen zurück. Neben der Produktion von Windkraftwerken gliedert sich die Sparte noch in die Bestandteile: Energy Service, Aero und Nuclear.

Das Unternehmen ist international aufgestellt, das verdeutlichte jüngst die Projektierung eines Windparks in Rumänien. So kamen die Rotorblätter aus Brasilien und Dänemark, die Masten aus China und die Gondeln aus Salzbergen. Der Windpark soll in diesem Jahr ans Netz gehen und wird künftig bis zu 400.000 Haushalte mit Strom versorgen. Mit einer Leistung von 700 Megawatt wird er ein halbes Atomkraftwerk ersetzen.

GE Energy hat weltweit bereits mehr als 17.000 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 25.000 Megawatt errichtet. Im Jahre 2005 konnte der Geschäftsbereich einen Umsatz von 16,5 Milliarden US-Dollar erzielen. Bereits ein Jahr später wurde ein Umsatz von 19,133 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Der Gewinn in 2006 lag bei drei Milliarden US-Dollar. Mittlerweile sind die Milliardengewinne allerdings stark dezimiert worden. 2009 wurde laut Bundesanzeiger ein Verlust von 20 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz belief sich auf 480 Millionen Euro. 2010 wurde ebenfalls ein Verlust in Millionenhöhe erzielt. 

Guodian United Power: Windanlagenbauer aus China

Guodian United Power gehört, wie auch China Longyuan Power zur China Guodian Corporation Group. Wie bereits weiter oben im Artikel beschrieben, ist der chinesische Staat an der Muttergesellschaft über den Staatsfonds beteiligt. Der Konzern gehört zu den größten in der Branche und wurde 2010 in der Fortune-Liste der 500 größten Unternehmen geführt.

Seit Jahren rankt United Power in den Top 10 der größten Windkraftanlagenbauer. Die Hauptniederlassung befindet sich in Beijing und das Unternehmen verfügt über fünf Tochtergesellschaften, drei Holdinggesellschaften und sechs Fabrikanlagen. 

United Power beschäftigt 4.000 Mitarbeiter.

Nordex: Marktanteile steigern

2013 soll für den Windanlagenbauer Nordex ein hervorragendes Jahr werden. Der Vorstand rechnet mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent. Ein Jahr zuvor konnten die Auftragseingänge um 15 Prozent gesteigert werden. Der Marktanteil von Nordex bei den Neuinstallationen liegt in Deutschland bei vier Prozent. Anvisiert wird 2013 ein Marktanteil von 15 Prozent. Umsetzen will das Unternehmen die Steigerung durch den Ausbau der Zusammenarbeit mit Versicherungen, welche mehr und mehr Interesse an Investments in Windparks haben. Zudem wird Nordex dadurch unabhängiger von den großen Energieversorgern Eon und RWE. Neben den Versicherern rücken auch kleine und mittelständische Unternehmen in den Fokus des Konzerns. Das Jahr 2012 war geprägt von Restrukturierungsmaßnahmen im China- und USA-Geschäft. Dadurch verbuchten die Hamburger 2012 einen Verlust von 61,1 Millionen Euro. Im Vorjahr belief sich der Verlust auf 27 Millionen Euro. Insgesamt konnte ein Umsatz in Höhe von 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Für 2013 wird ein Umsatz von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro erwartet. Dank des hohen Auftragseingangs werden die Ziele wahrscheinlich auch erreicht werden. Für die Rotorblatt-Produktion in China wird ein Partner gesucht. Momentan sieht es danach aus, dass die Suche vergebens ist und Nordex das Werk schließen wird. 130 der 160 beschäftigten Mitarbeiter in China werden dann entlassen. 

Nordex errichtete 2012 insgesamt 394 Windräder und der Rückgang von 60 Prozent im Asien-Geschäft konnte nur durch ein florierendes Europa- und Südafrikageschäft kompensiert werden. Analysten gehen von einer Besserung in 2013 aus.

Repower: Von Hamburg nach Indien

Im Jahre 1994 stellten die Vorreiter des Unternehmens die erste selbst entwickelte 500-Kilowatt-Anlage der Weltöffentlichkeit vor. Die Anlage wurde in den Folgejahren zur 600-Kilowatt-Anlage weiterentwickelt und verkauft. 2001 fusionierten dann „Jacobs Energie“, „BWU“ und „pro + pro Energiesysteme“ zur Repower Systems AG. Im September 2012 erhielten die Hamburger einen Großauftrag aus Australien. Repower soll 64 Turbinen mit einer Nennleistung von jeweils 2,05 Megawatt für den Windpark Mt. Mercer in Victoria liefern. Ende 2014 soll der Windpark fertiggestellt sein und 82.000 Haushalte mit grünem Strom beliefern. Die zuliefernde Turbine vom Typ MM92 wurde bereits über 1.400 mal verkauft.

Mittlerweile wird die Aktie des Unternehmens nicht mehr an den Börsen gehandelt, da Repower nun vollständig von Suzlon kontrolliert wird. Seit Februar 2009 wird das Unternehmen nicht mehr im TecDAX und im ÖkoDAX gelistet, da der  Streubesitz unter die erforderliche Marke fiel.

Insgesamt errichtete Repower bis heute 2.500 Anlagen. Am beliebtesten waren dabei die Windkraftanalgen der Baureihe 1,5 und 2 Megawatt. Suzlon ist ein indisches Unternehmen mit 14.000 Beschäftigten. Bis 2011 war der Konzern gemessen an der installierten Leistung das viertgrößte Unternehmen in der Branche der Windturbinenbauer. Aktuell belegt der Konzern den siebten Platz. Mittlerweile kämpfen die Inder mit der sinkenden Nachfrage an Turbinen. Von Oktober bis Dezember 2012 erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 211 Millionen US-Dollar. Das ist der größte Quartalsverlust der Unternehmensgeschichte. Nach umfassenden Restrukturierungen platzierte Suzlon in diesem Jahr eine Anleihe und erlöste damit 647 Millionen US-Dollar. Mit dem Geld sollen Kredite bedient und die Fremdkapitalkosten gesenkt werden.

Siemens Windkraft: Stark im Offshore-Bereich

Siemens Windkraft ist eine von sechs Divisionen des Sektors „Energie“. Die Siemens Windkraft ging 2004 aus der dänischen Firma „Bonus“ hervor und avancierte 2011 mit einem Marktanteil von 6,3 Prozent zum neuntgrößten Unternehmen der Windbranche. Der Siegeszug des Unternehmens mit Sitz in Hamburg war nicht zu stoppen und so passierte es, dass Siemens Windenergie 2012 den dritten Platz im Ranking um die größten Windturbinen-Hersteller ergatterte. Im Bereich Offshore ist Siemens sogar 2012 Weltmarktführer gewesen.

Sinovel: Mit Übernahmen zum Weltmarktführer

Sinovel ist ein chinesisches Unternehmen und gehörte 2011 laut einer Studie der IHS mit einem Marktanteil von neun Prozent zu den zweitgrößten Windanlagenbauern der Welt. Im ersten Quartal 2012 erwirtschaftete Sinovel einen Gewinn von 8,98 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang von 87 Prozent. Der Gewinn vom Konkurrenzunternehmen Goldwind brach sogar um 97 Prozent ein. Im dritten Quartal 2012 verschlechterte sich die Lage nochmals. Ausgewiesen wurde ein Nettoverlust von 44,74 Millionen US-Dollar. 

Der chinesische Markt macht Sinovel schwer zu schaffen, da die Wachstumsraten sehr gering sind.  2011 installierte das Unternehmen Windanlagen mit einer Leistung von 2,9 GW. Goldwind schaffte es immerhin auf 3,6 Gigawatt.

Um neue Märkte zu erschließen, prüft Sinovel die Übernahme vom dänischen Konzern Vestas. Die Dänen sind seit einiger Zeit auf der Suche nach einem strategischen Partner. 

Bis 2015 möchte das 2005 gegründete Unternehmen zum Marktführer in der Windenergiebranche aufsteigen.

Vestas: Wird das Unternehmen übernommen?

Das dänische Unternehmen Vestas gehört zu den Weltmarktführern in der Windenergie-Branche. Zuletzt hatte der Windkraftanlagenbauer einen Großauftrag aus Kanada erhalten. Insgesamt soll Vestas 166 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 299 MW an das Blackspring Ridge Wind Projekt ausliefern. Mitte 2013 sollen die Turbinen ausgeliefert werden, um dann 2014 ans Netz zu gehen. 

Der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 belief sich auf 963 Millionen Euro. Im Vorjahr wurde ein Verlust in Höhe von 166 Millionen Euro ausgewiesen. Wie auch in der Solarbranche ist die Windbranche von Überkapazitäten und Preisdruck geprägt. Im Falle von Vestas bedeutet das, dass das Unternehmen viele Abschreibungen vornehmen und Leute entlassen musste. Es wurden 30 Prozent der Stellen gestrichen und nach diesen radikalen Rationalisierungsmaßnahmen soll Vestas wieder auf den Weg der Besserung sein. Trotzdem gibt es immer wieder Gerüchte, dass demnächst ein strategischer Partner mit einer Beteiligung von 20 Prozent in das Unternehmen einsteigt. Jüngst gab Dag Gunnar Andresen seinen Posten als Finanzvorstand auf und brachte damit Unruhe ins Unternehmen.

In der Forschung und Entwicklungs-Abteilung wird gerade fieberhaft an einem Prototyp einer 8 Megawatt Anlage gebaut. Dafür wird noch ein Partner gesucht. Im zweiten Quartal 2014 möchte das Unternehmen die Anlage dann vorstellen.

Laut dem Marktforschungsinstitut IHS lag der Marktanteil des Windkraftanalgenherstellers 2011 bei  12,7 Prozent. In Deutschland erreichte Vestas einen Marktanteil von 21 Prozent. Die Unternehmensberatung BTM Consult ermittelte für das Jahr 2012 einen Marktanteil von 14 Prozent. Damit wurde Vestas erstmals auf Platz zwei verwiesen, denn General Electric konnte seinen Marktanteil auf 15,5 Prozent steigern. In 2013 führen laut den aktuellen Zahlen von Bloomberg New Energy Finance Vestas und GE Energy das Ranking mit einem Marktanteil von jeweils 11,8 Prozent an.

XINJIANG Goldwind: Australien soll es richten

Das Unternehmen gehört zu den größten Windanlagenbauern Chinas und kämpft wie auch Nordex und Vestas mit der anhaltenden Krise in der Branche. Im Jahr 2012 konnte Goldwind zwar einen Nettogewinn von 25 Millionen US-Dollar ausweisen, gegenüber dem Vorjahr brach dieser allerdings um 75 Prozent ein. Der Umsatz ging um 12 Prozent auf 1,81 Milliarden US-Dollar zurück. Grund für den Rückgang war der geringe Zubau in China, dieser sank 2012 um 18 Prozent auf 16 Gigawatt. 

Nordex bekam 2013 einen Großauftrag aus Australien. Das Land möchte bis 2020 ein Fünftel seines Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugen. Dieses Potential hat Goldwind längst erkannt und ist deshalb seit drei Jahren in dem Land tätig. Zurzeit ist das Unternehmen nur für kleinere Projekte in Australien verantwortlich. Das soll sich aber ändern. Bis 2020 sollen 8 Gigawatt in Australien zugebaut werden. Die größten Marktanteile im Land der Aborigines besitzen Vestas und Suzlon. 

Laut IHS lag der Marktanteil 2011 bei 8,7 Prozent. Für 2012 beziffert BTM Consult den Marktanteil auf sechs Prozent. Das entspricht einem Minus von 2,7 Prozent. Damit wird das Unternehmen von Platz drei auf Platz sieben verwiesen. 

Bildstrecke: Realisierung einer Windkraftanalge

 

 

Der Branchenreport zur Windenergiebranche wird laufend aktualisiert und erweitert. Sollten Sie Anregungen haben, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.

Autor: Martin Brosy