Sie befinden sich hier: energienpoint.de > Exklusiv > 

<< zurück
21.06.2017 15:46 Alter: 92 days
Autor: Martin Brosy Kategorie: energienpoint.de - TOP Story

Einsparpotenziale im Green-Office – verschiedene Möglichkeiten vom Strom bis zum Drucker


Umweltverschmutzungen und damit einhergehender Klimawandel sind seit Jahren ein allgegenwärtiges Thema. Viele Menschen stellen sich die Frage, wie diesen Veränderungen begegnet werden kann. Grundsätzlich kann nämlich jeder einzelne Mensch dazu beitragen, die negativen Auswirkungen der Industrialisierung und Globalisierung einzudämmen und resultierende Folgen für die gesamte Menschheit abzuschwächen. Die verankerte Denkweise, dass ein einzelner Mensch alleine nichts bewirken kann, sollte aktiv bekämpft werden, da jeder Beitrag zählt und vor allem in der Summe einen Unterschied ausmacht.

Das Verhindern von klimagefährdenden Zuständen geht immer einher mit der Einsparung von Energie. Das hängt damit zusammen, dass zur Energiegewinnung oftmals ein hoher CO2-Ausstoß einhergeht. Kann dieser reduziert werden, dann sinkt der Kohlenstoffdioxidausstoß und der Kreislauf der globalen Erwärmung wird gemindert.

Green-Office – Die Summe ist ausschlaggebend

Die vielleicht prominentesten Gebiete, die in den Energiespar-Diskussionen auftauchen, sind allgemeines Stromsparen, effiziente Beheizung und vor allem im Bereich der Mobilität zu finden. Daneben stellt das Thema Green-Office eher ein Nischenthema dar. Allerdings gilt auch hier wiederum der Grundsatz, dass die Summe den Unterschied ausmacht.  Mit Green-Office ist die Umrüstung von Büro- und Arbeitsräumen zu umweltbewussten und energiesparenden Räumen gemeint. Daneben spielt auch der Nachhaltigkeitsaspekt eine ernstzunehmende Rolle. Insgesamt soll dadurch neben den privaten Lebensräumen der zweite wichtige Lebensbereich vieler Menschen grüner werden.

Strom effizient nutzen

Der wohl wichtigste Rohstoff, den Büroräume in rauen Mengen verbrauchen, ist Strom. Unzählige Computer, Drucker, Beleuchtungen und weitere elektronische Geräte müssen oftmals permanent im Einsatz sein, um eine funktionierende Struktur zu gewährleisten. An dieser Tatsache lässt sich nur in geringem Ausmaß etwas ändern: So kann zwar dafür gesorgt werden, dass die Beleuchtungsdauer reduziert wird und beim Nicht-Benutzen von Räumen ausgeschaltet wird, allerdings sind viele Geräte pausenlos im Einsatz. Um aber dennoch einen Beitrag zum Thema Umweltschutz zu liefern, sollte darauf geachtet werden, dass der Stromerzeuger sogenannten Ökostrom liefert. Darunter ist im Allgemeinen Strom zu verstehen, der anteilig zu mindestens 50 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Dazu gehören Windkraft-, Solarkraft-, Biomasse- und Photovoltaikanlagen. Der Vorteil dieser Produktionen ist, dass im Vergleich der Kohlendioxid-Ausstoß geringer ausfällt und zum anderen die Rohstoffe nicht im klassischen Sinne verbraucht werden.

Quelle: Fotolia (Gina Sanders, #106665645)  Für ein Green-Office benötigt man selbst verständlich grünen Strom

Wenn deshalb darauf geachtet wird, dass in der gesamten Lieferkette – von der Erzeugung bis zur Nutzung der Energie – ökologisch nachhaltig und effizient gewirtschaftet wird, können die Folgen des Klimawandels eingedämmt werden. Neben der aktiv durch Menschen umweltbewussten Benutzung von Geräten bieten sich weitere hohe Einsparpotenziale. Daher macht auch in diesem Bereich der Fortschritt keinen Halt. Durch die Unterstützung mithilfe von Automatismen und smarten Technologien kann ein effizienter Betrieb gewährleistet werden. Es fängt beispielsweise damit an, dass Bewegungsmelder in weniger stark frequentierten Bereichen die Lichtsteuerung übernehmen können und geht dahin, dass Maschinen sekundengenau (zusammen-)arbeiten und Leerlaufzeiten vermieden werden können.

Überall lässt sich Energie sparen

Wenn man weiter ins Detail geht, sieht man, dass es weitere Gebiete gibt, bei denen eine umweltbewusstere Denkweise sinnvoll ist und die einem möglicherweise nicht direkt in den Sinn kommen. So lassen sich etwa bei Druckgeräten, die auch heutzutage noch in fast allen Büros vorhanden sind, Wege finden, wie die Umwelt geschont wird. So ist es beim Druck möglich, Toner-sparende Modi auszuwählen, wodurch zwar die Qualität etwas geringer ausfällt, die einzelnen Kartuschen jedoch eine längere Lebenszeit besitzen.

Quelle: Fotolia (terex, #126978920): Selbst bei scheinbar unbedeutenden Geräten lässt sich sinnvoll auf die Umwelt achten

Die schlechtere Druckqualität ist dadurch zu verschmerzen, dass die geschäftliche Kommunikation heutzutage oftmals rein digital abläuft und Papier lediglich nur noch wegen der gesetzlich verpflichtenden Dokumentation genutzt wird. Der Vorteil der verlängerten Lebenszeit der Kartuschen besteht neben gesenkten Kosten darin, dass vor allem Verpackungsmaterial gespart werden kann. Aber auch hier kann man die Thematik von smarten Technologien aufgreifen: So ist es möglich, dass Drucker mittels Cloud vernetzt werden und quasi selbst Patronen ordern, die zur hinterlegten Adresse geliefert werden und somit immer für ausreichend Nachschub sorgen.

Selbst bei Papier können Ressourcen gespart werden

Quelle: Fotolia (anetlanda, #157620314):Umweltschonende Papierherstellung ist ebenfalls ein relevanter Faktor

Und wenn wir beim Thema Drucken sind: Bei der zweiten wichtigen Komponente beim Drucken, dem Papier, bieten sich auch Möglichkeiten zur Reduktion von Umweltbelastungen und der Förderung der Nachhaltigkeit. So sollte darauf geachtet werden, dass das Papier Gütesiegel aufweist, die eine ökologisch-nachhaltige Herstellung garantieren. Versichert werden soll durch solche Siegel etwa, dass ein Mindestanteil an recyceltem Altpapier enthalten ist, damit Baumbestände in Tropenwäldern erhalten bleiben oder etwa, dass die Produktion des Papiers chlorfrei erfolgt.

Jeder kann einen Beitrag leisten

Insgesamt gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, klimafreundlich zu leben und zu arbeiten. Neben den altbewährten Themen wie Stromsparen kann man auch detaillierter an die Sache herangehen und selbst im Büro Energie sparen. Hier können vor allem Drucker, Beleuchtungssysteme und Computer sinnvolle Ansatzpunkte für das Green-Office sein. Der Begriff Green-Office umfasst aber nicht nur eine energiesparende Arbeitsweise, sondern auch den Aspekt der Nachhaltigkeit. So sollten Druckerpapiere möglichst aus recyceltem Papier bestehen, um Wälder zu erhalten und zugleich den Abbau von Kohlenstoffdioxid nicht zu vermindern.


Über den Autor

Martin Brosy

Martin Brosy
Boersenpoint

Martin Brosy betreibt die Börsenplattform und das Börsenspiel www.boersenpoint.de . Mit dem Beginn seines BWL-Studiums 2009 fing Herr Brosy damit an Aktien und Devisen erfolgreich zu traden.
Als Chefredakteur von Boersenpoint veröffentlicht er täglich seine Gedanken zu interessanten Aktien und komplexen Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.

<< zurück