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11.04.2017 11:20 Alter: 196 days
Autor: Martin Brosy Kategorie: energienpoint.de - TOP Story

Grüne Wärme – die saubere und günstige Heizkraft


In Zeiten des globalisierten Klimawandels werden erneuerbare Energieträger immer wichtiger. So dienen Bioheizöl, Holz und Biogas heutzutage als gute Alternative zu konventionellen fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Erdöl. Die Vorteile für den Verbraucher liegen dabei klar auf der Hand – neben einem günstigeren Tarif schont man gleichzeitig auch die Umwelt. So möchten wir Ihnen im Folgenden einen kurzen Überblick über die Herkunft, Eigenschaften und Verbrauchervorteile liefern, um auch Ihnen die Zukunft der Heizkraft vorzustellen.

Mensch, bestehend aus grünen Pflanzen, geht auf einer bepflanzten Mauer.

Bild: Grüne Wärme – um Mensch und Umwelt zu schonen, ist ein Umstieg auf erneuerbare Energien unabwendbar. Bildquelle: Panacea Doll – 110065940 / Shutterstock.com

 Die Herkunft von grüner Wärme

 Grüne Wärme wird zum größten Teil aus einer festen Biomasse gewonnen, die entweder aus Holz, Pflanzen oder aus biogenen Abfällen extrahiert wird. Der Anteil an der heutzutage vertriebenen grünen Energie liegt bei achtsamen 80 Prozent.

Ein anderer Teil wird aus flüssiger Biomasse gewonnen, wie beispielsweise aus Pflanzenöl für Heizkraftwerke oder aus einem speziellen Biokraftstoff für das Verbrennen im hauseigenen Heizofen. 

Die flüssige Form der Bioenergie macht allerdings nur einen sehr geringen Anteil am gesamten ökologisch neutralen Energiebestand aus. Häufiger wird eine gasförmige Biomasse verwendet, die entweder aus Biogas oder Biomethan gewonnen wird.
 

 Der große Nutzen für Verbraucher und Umwelt

 Die umweltfreundliche und zukunftsorientierte Energieversorgung wird über landwirtschaftliche Nutz- und Abfallstoffe sichergestellt, so dass für die Versorgung mit Grüner Wärme keine zusätzlichen Ressourcen benötigt werden. 

Auch im Bereich der Kosten schafft es die grüne Wärme zu punkten und verspricht Verbrauchern eine Ersparnis von mindestens 10 Prozent im Vergleich zu ersetzbarer Wärmemenge aus fossilen Brennstoffen. 

Der Klimawandel hat mittlerweile ganz Europa erreicht und wird durch die Umstellung auf grüne Wärme entsprechend vorangetrieben. Die CO2-Bilanz wird erheblich durch die Heizkraftwerke grüner Energieträger verbessert. 

Auch der Preis für Verbraucher ist seit Jahren stabil und verspricht noch deutlich zu sinken, sobald auch die großen Energieversorger gänzlich auf fossile Wärmekraft verzichten. Für Bund und Länder ergibt sich auch ein deutliches Plus, da keine großen Investitionen getätigt werden müssen, um die Umstellung auf die Verbrennung von Biomasse anzustreben.

Infografik über Daten zur Grünen Energie

Bild: Die Energiewende ist im vollen Gange. Doch der Klimawandel macht ein schnelles Handeln auch notwendig. Bildquelle: energienpoint.de

 Das breite Angebot der grünen Energieversorger

 Viele Energieträger sind mittlerweile dem Ruf der Zeit gefolgt und haben die Energieversorgung komplett auf Öko-Wärme umgestellt, so auch der Energiekonzern GETEC heat & power AG, der die ganze österreichische Stadt Villach mit grüner Wärme versorgt.

Damit gibt GETEC heat & power AG einen klaren Kurs vor und positioniert sich weiter im Bereich der erneuerbaren Energien auf dem Markt für grüne Wärme. Der wachsende Wettbewerb kommt so vor allem Verbrauchern in ganz Europa zu Gute.

 

Dabei gibt es von vielen Unternehmen auch harsche Kritik, was die derzeitige Marktlage anbelangt. „Wir sind in einem extrem regulierten Markt. Es gibt keine Energie, die nicht subventioniert ist“, sagt Heribert Sterr-Kölln, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aus Freiburg. 

Das Problem: Theoretisch ließe sich beispielsweise die Stromversorgung in Deutschland bereits in einigen Jahren komplett über Windkraftanlagen und Photovoltaik abdecken. Möglich machen dies zum Beispiel auch neue Techniken wie die Perowskit-Solarzellen. Nur werden auch konventionelle Energien noch immer staatlich unterstützt, für regenerative Energiequellen soll die Förderung indes sukzessive wegfallen. Von einem echten Wettbewerb kann hier also kaum die Rede sein.

Ohnehin gebe es bei den staatlichen Förderprogrammen Ungerechtigkeiten und Lobbyismus. „Investiert ein Netzbetreiber in den Netzausbau, bekommt er das vom Staat vergütet. Wenn durch den Bau von Batteriespeichern die Netzstabilität erreicht wird, wird das so gut wie nicht vergütet. Es gäbe vielfältige Möglichkeiten, eine klimaverträgliche Energiezukunft besser zu fördern, als es derzeit geschieht“, so Sterr-Kölln weiter.

Umweltinvestitionsprogramme vom Bund gefördert

Die Regierung hat darauf selbstverständlich eine andere Sicht. Denn noch immer gibt es zahlreiche Förderprogramme, sowohl für Privatpersonen wie auch für Unternehmen, mit denen reichlich Geld in den Ausbau von umweltfreundlichen Energieprojekten gesteckt wird.

Hierzu zählt beispielsweise das Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Behörde fördert derzeit sowohl Projekte innerhalb Deutschlands wie auch im Ausland.

Grundsätzlich bedarf es lediglich eines Projekts, welches das Langziel – die Verminderung von Umweltbelastungen – nachweislich unterstützt. Im Inland sollen primär Vorhaben mit Demonstrationscharakter gefördert werden, bei denen sich fortschrittliche Technologien in der Praxis unter Beweis stellen und die erstmalig in Deutschland zum Einsatz kommen.

 

Förderungen von Dritten – von der KfW bis zur Europäischen Gemeinschaft

Der Umweltschutz ist das Credo nicht nur der deutschen Politik, sondern natürlich ein Anliegen ganz Europas und darüber hinaus. Auch deswegen gibt es nicht nur seitens des deutschen Fiskus Möglichkeiten, an Gelder zur Förderung von erneuerbaren Energien zu gelangen, sondern auch darüber hinaus.

In der Förderdatenbank des Bundes kann gezielt nach Fördergebern und –bereichen, Förderarten und Berechtigungsvoraussetzungen gesucht werden. Von hier aus lässt sich direkt zu den jeweiligen Institutionen navigieren. Im Folgenden finden Sie eine beschränkte Übersicht der Fördergemeinschaften, bei denen nachhaltige Umweltprojekte finanziell unterstützt werden.

Behörde für Umwelt und Energie

Neuenfelder Straße 19
 21109 Hamburg
 Tel. (0 40) 428 40-0
 E-Mail: info@bue.hamburg.de
 Internet: www.hamburg.de/bue/

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Scharnhorststraße 34-37
 10115 Berlin
 Tel. (0 30) 18 61 5-0
 Fax (0 30) 18 61 5-70 10
 E-Mail: info@bmwi.bund.de
 Internet: www.bmwi.de

EU-Büro des BMBF für das Forschungsrahmenprogramm

Heinrich-Konen-Str. 1
 53227 Bonn
 Tel. (02 28) 38 21-16 30
 Fax (02 28) 38 21-16 49
 E-Mail: eub@dlr.de
 Internet: www.eubuero.de

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Hofplatz 1
 18276 Gülzow-Prüzen
 Tel. (0 38 43) 69 30-0
 Fax (0 38 43) 69 30-1 02
 E-Mail: info@fnr.de
 Internet: www.fnr.de

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9
 60325 Frankfurt am Main
 Tel. (0 69) 74 31-0
 Fax (0 69) 74 31-95 00
 E-Mail: info@kfw.de
 Internet: www.kfw.de

NRW Bank

Kavalleriestraße 22
 40213 Düsseldorf
 Service-Center
 Tel. (02 11) 9 17 41-48 00
 Fax (02 11) 9 17 41-78 32
 E-Mail: info@nrwbank.de
 Internet: www.nrwbank.de

Projektträger im DLR

Linder Höhe
 51147 Köln
 Tel. (0 22 03) 6 01-0
 Fax (0 22 03) 6 01-35 02
 Internet: www.dlr.de


Über den Autor

Martin Brosy

Martin Brosy
Boersenpoint

Martin Brosy betreibt die Börsenplattform und das Börsenspiel www.boersenpoint.de . Mit dem Beginn seines BWL-Studiums 2009 fing Herr Brosy damit an Aktien und Devisen erfolgreich zu traden.
Als Chefredakteur von Boersenpoint veröffentlicht er täglich seine Gedanken zu interessanten Aktien und komplexen Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.

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