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Energiespartipps für die Energiesparlampe

Laut einer Umfrage von TNS Emnid steigen 71 Prozent der Bürger auf Energiesparlampen um, um damit Strom zu sparen. Eine Energiesparlampe bietet viele Vorteile, dennoch möchten wir in diesem Artikel auch auf die LED-Lampen eingehen. Wir geben Ihnen sechs Tipps wie Sie die Stromrechnung mit der richtigen Lampe senken können.

1. Weniger Stromverbrauch dank Energiesparlampen

Die herkömmliche Glühlampe gibt 90 Prozent der benötigten Energie nicht in Form von Licht, sondern in Form von Wärme ab. Diese extreme ineffizienz treibt die Stromrechnung unnötig in die Höhe.

Über die Lebensdauer der Energiesparlampe sparen Sie gegenüber einer Glühbirne bares Geld:

  • 20 Watt Energiesparlampe vs. 100 Watt Glühbirne: 80% weniger Strom oder 128 Euro
  • 15 Watt Energiesparlampe vs. 75 Watt Glühbirne: 80% weniger Strom oder 96 Euro
  • 11 Watt Energiesparlampe vs. 55 Watt Glühbirne: 80% weniger Strom oder 70 Euro

Es kann also festgehalten werden, dass mit einer einfachen Energiesparlampe gegenüber der Glühbirne 80 Prozent an Energie eingespart werden kann. Die Bilanz kann nochmal erhöht werden, wenn LED-Lampen genutzt werden.

In Geräten werden teilweise noch normale Birnen verbaut, da im Kühlschrank schnell Licht benötigt wird. Die Hersteller wechseln jedoch nach und nach zu LED-Lampen.

2. Achten Sie auf den Lichtstrom

Lumen ist das Maß für Helligkeit. Wer sich also zu dunkle LEDs gekauft hat, hätte vorher die Lumenzahl in Erfahrung bringen sollen. 710 Lumen bei einer 60 Watt Glühbirne entsprechen ungefähr 12 bis 15 Watt bei einer LED-Lampe.

3. Die richtige Lichtfarbe

Viele beschweren sich über die Lichtfarbe von LED- und Energiesparlampen. Dabei können Sie böse Überraschungen vermeiden, wenn Sie den Verkäufer nach der Kelvinzahl, also Lichtfarbe fragen. Wenn Sie ein warmweißes Licht für Ihr Wohnzimmer benötigen, dann sollte die LED- oder Energiesparlampe zwischen 2.500 und 2.700 Kelvin besitzen.

4. Energieeffizienzklasse ist entscheidend

Energieeffizienzklassen kennt man bereits vom Neukauf eines HerdsKühlschranks oder einer Mikrowelle. Seit dem ersten September 2013 gibt es ein solches Etikett nun auch für Lampen. Die Lampen werden künftig in Effizienzklassen zwischen „A++“ und „E“ eingeteilt. Ersteres würde die Bestnote darstellen. Momentan erhalten LED-Lampen ein Energielabel zwischen „A++“ und „A-“. Energiesparlampen weisen meist die Klassen „A“ bis „B“ auf. Am schlechtesten Abschneiden tun häufig die Halogen-Lampen. LED-Lampen besitzen eine längere Lebensdauer als Energiesparlampen. Allerdings kosten diese auch einiges mehr. Wer den Strombedarf im Haushalt langfristig senken möchte, sollte zur LED-Lampe greifen.

5. Glühbirnen-Verbot

Seit dem ersten September 2009 wird die Glühbirne zunehmend von der Energiespar- und LED-Lampe verdrängt. Im Handel dürfen zum Beispiel keine Glühbirnen mit 60,75 und 100 Watt verkauft werden. Seit dem ersten September 2012 sind Glühbirnen mit 10 Watt ebenfalls nicht mehr im Handel erhältlich.

Die LED-Lampe ersetzt allmählich die Energiesparlampe. Gegenüber der Energiesparlampe besitzt die LED-Lampe einen geringeren Verbrauch, eine höhere Lebensdauer, eine höhere Schaltfestigkeit und eine schnellere Anschaltzeit. Außerdem besteht sie nicht aus giftigem Quecksilber, sondern aus Seltenen Erden. Wie auch bei der Energiesparlampe können defekte Lampen bei einer Sammelstelle abgegeben werden.

Energiesparlampen können um die 8.000 Stunden eingeschaltet bleiben, bis sie kaputt gehen. LED-Lampen bringen es sogar auf eine Nutzungsdauer von 20.000 Stunden und mehr. Damit hält eine LED-Lampe rund 20 Jahre.

6. Entsorgung von Energiesparlampen

Sollte Ihnen im Haushalt eine Energiesparlampe zerbrechen, müssen Sie besonnen handeln, denn die Lampe besteht aus Quecksilber und recyclingfähigen Leuchtstoff. Aus dem Grund dürfen Sie die kaputte Lampe auch nicht einfach mit dem Hausmüll oder im Glascontainer entsorgen.

Sollte die Energiesparlampe zerbrechen, müssen Sie für eine viertel Stunde die Wohnung lüften. Die Einzelteile der Lampe sollten Sie sorgsam Aufkehren und in einer Plastiktüte sammeln. Anschließend können Sie eine Sammelstelle aufsuchen. Meistens befinden sich diese im Bau- oder Drogeriemarkt. Wertstoffhöfe oder Betriebshöfe übernehmen ebenfalls die kostenlose Entsorgung der Energiesparlampen.

Fazit zur Energiesparlampe

Wir empfehlen bei Neuanschaffung gleich eine LED-Lampe zu wählen. Die Technik wird immer besser und erreicht bereits eine schöne Lichtfarbe und Helligkeit. Auch wenn Sie dafür tiefer in die Tasche greifen müssen, so sparen Sie über die komplette Lebensdauer doch Geld. Von einem Umstieg von Energiesparlampe auf LED-Lampe ist ohne Grund abzuraten, da jede neue Lampe vorerst eine negative Energiebilanz aufweist. Wechseln Sie also nur aus, wenn die Energiesparlampe schon knapp acht Jahre alt oder defekt ist.

Autor: Martin Brosy