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Energiespartipps für die Waschmaschine

Die Waschmaschine ist eines der am häufigsten genutzten Geräte im Haushalt. Ein Großteil der Stromrechnung fällt auf den Energieverbrauch der Maschine. In diesem Artikel stellen wir Ihnen acht Tipps zum Energiesparen vor.

Bild: Energiespartipps Waschmaschine Frontlader

Bild: Energiespartipps Waschmaschine Toplader

1. Verzichten Sie auf Kochwäsche

Der Stromverbrauch wird maßgeblich von der Temperatur und Dauer des Waschgangs beeinflusst.

Bei sechzig Grad Celsius sterben viele Krankheitserreger ab. Wer mit diesen in Kontakt kommt, sollte weiterhin seine Wäsche bei 60 Grad waschen. Für alle anderen gilt, lieber bei 30 bis 40 Grad Celsius waschen. Die Energieersparnis zwischen Kochwäsche mit 60 Grad und 95 Grad Celsius liegt bei 40 Prozent. Wenn Sie Buntwäsche statt bei 60 Grad nur bei 40 Grad Celsius waschen, sparen Sie im Jahr um die 17 Euro. Wird bei 30 Grad gewaschen, lassen sich sogar mehr als die Hälfte der Energiekosten sparen.

Was macht den Kochwaschgang so teuer? Diese Frage kann einfach beantwortet werden, denn das genutzte Wasser muss erst auf die benötigte Temperatur erhitzt werden. Wenn Sie jetzt noch bedenken, dass die meisten Waschmaschinen an einem Kaltwasserhahn angeschlossen sind, dann können Sie sich sicherlich vorstellen was die Energiekosten so in die Höhe treiben lässt.

Sollten Sie die Möglichkeit haben Ihr Gerät an einem Warmwasseranschluss anzuschließen, tun Sie das. Allerdings gibt es hier auch einiges zu beachten, denn wenn Sie die Technik zum Umschalten von Kalt- auf Warmwasser erst teuer einkaufen müssen, rentiert sich das Vorhaben in den meisten Fällen schon nicht mehr. Für Hausbesitzer mit Solarthermie-Anlagen sieht das Ganze schon wieder anders aus. In diesem Fall lohnt es sich auf jeden Fall.  Waschmaschinen von Miele und anderen Premiumhersteller bieten bereits die Option zur Warmwasserzufuhr an. Langfristig amortisieren sich die hohen Anschaffungskosten über die Einsparungen.

Bild: Energiespartipps Waschmaschine Kochwäsche

2. Vergessen Sie die Vorwäsche

Von einem Waschprogramm mit Vorwäsche ist abzuraten. Wenn Sie hartnäckige Flecken auf Ihrer Kleidung haben, dann schalten Sie ein stärkeres Waschprogramm ein oder besser noch behandeln die Wäsche vor. Ökologisch verträglich ist zum Beispiel Gallseife.

Die Vorwäsche benötigt doppelt so viel Strom wie die Kochwäsche bei 60 Grad Celsius.

3. Programme sinnvoll nutzen

Die meisten Waschmaschinen verfügen über ECO- und SPEED-Programme. Beim Sparprogramm läuft die Maschine bei niedrigeren Temperaturen uns spart beim Wasserverbrauch. Dafür dauert das Programm in der Regel auch länger als „normale“ Programme. Energiesparprogramme sparen bis zu 40 Prozent Strom. Wenn Sie also keine Eile haben, schalten Sie das ECO-Programm ein.

Entgegen der herrschenden Meinung verbrauchen SPEED-Programme relativ viel Strom und Wasser.  Bei kurzer Laufzeit werden hohe Temperaturen verwendet. Kurzwahlprogramme sollten nur eingestellt werden, wenn Sie es mit der Wäsche wirklich eilig haben.

4. Die Trommel immer voll befüllen

Ein Singlehaushalt benötigt keine Waschmaschine mit einer Füllkapazität von sieben oder acht Kilogramm. Beim Neukauf sollte also die passende Waschmaschine ausgewählt werden.

Um den Energiebedarf zu senken, füllen Sie die Wäschetrommel immer komplett. Versuchen Sie wegen eines Kleidungsstückes nicht gleich die Waschmaschine anzuschalten. Sammeln Sie die Kleidungsstücke. Es gibt mittlerweile Waschmaschinen die das Gewicht der Kleidung in der Trommel erkennen und entsprechend den Verbrauch steuern.

Bild: Energiespartipps Waschmaschine Trommel

5. Schleudergang nutzen um den Trockner zu entlasten

Wer einen Trockner besitzt, kann sich eine Waschmaschine mit 1.600 Umdrehungen kaufen. Das entlastet den Trockner und spart Strom und Zeit. Gegenüber einer Waschmaschine mit 1.200 Umdrehungen schleudert eine Maschine mit 1.600 Umdrehungen rund zehn Prozent mehr Wasser aus der Wäsche.

6. Sparsam bei der Dosierung des Waschmittels

Die Waschmittelhersteller empfehlen auf den Verpackungen eine Dosiermenge. Nicht selten reichen jedoch deutlich kleinere Mengen aus. Die Dosierung sollten Sie auch vom Wasserhärtebereich abhängig machen. Bringen Sie in Erfahrung welche Härte Ihr Wasser hat: hart, mittel oder weich.

7. Setzen Sie auf Nachtstrom

Viele Stadtwerke bieten Nachtstromtarife an. Der Nachtstrom ist dabei um ca. 50 Prozent billiger. Energieintensive Geräte wie die Waschmaschine oder der Geschirrspüler sollten deshalb nachts laufen. Werktags beginnt der Nachtstromtarif beispielsweise um 21:00 Uhr und endet um 6:00 Uhr.

Schauen Sie nach, ob Ihre Waschmaschine einen Timer besitzt und sich automatisch ausschaltet. Bitte achten Sie auf die Nachtruhe, diese darf durch den Waschgang nicht beeinträchtigt werden. Im nächsten Schritt sollten Sie bei den Stadtwerken oder Ihren Energieversorger anrufen und die Nachtstromtarife in Erfahrung bringen. Für den Nachtstrom muss ein zweiter oder neuer Zähler installiert werden. Die Gebühren trägt meistens der Verbraucher.

8. Die Energieeffizienzklasse bei Waschmaschinen

Bei der Neuanschaffung einer Waschmaschine sollten Sie neben dem ECO-Sparprogramm, einem Warmwasseranschluss, einer Gewichtserkennung für die Trommel auch auf die Energieeffizienzklasse achten. Die Bestnote für die Energieeffizienz von Waschmaschinen lautet „A+++“. Zwischen einem Gerät für 400 Euro und der Energieeffizienzklasse „A+++“ und einem Gerät für 1.100 Euro mit Energieeffizienzklasse „A+++“, Schleuderwirkung „A“ und ECO-System rentiert sich die Anschaffung schon nach zwei Jahren.

Bild: Energiespartipps Waschmaschine Energieeffizienzklasse

Fazit zu den Energiespartipps bei einer Waschmaschine

Mit einer Waschmaschine lässt sich einfach Strom sparen. Nutzen Sie das ECO-Programm, beladen Sie die Trommel komplett, nutzen Sie Nachtstrom und achten Sie auf eine gute Energieeffizienzklasse. Mit diesen einfachen Tipps können Sie die Stromrechnung positiv zu Ihren Gunsten beeinflussen.

Autor: Martin Brosy